Archiv der Kategorie: Geschichte

Exkursion Schloss Herrenchiemsee

Exkursion Schloss Herrenchiemsee

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Eine Lehrfahrt im Rahmen des Geschichtsunterrichts führte die Klassen 8c und 8d am 21. Juni 2017 an den Chiemsee. Nach einer 20-minütigen Schifffahrt kamen wir auf der Herreninsel an. Nach einem kurzen Fußmarsch erreichten wir schließlich die Schloss- und Gartenanlage Herrenchiemsee. Geleitet von den Damen der Schloss- und Gartenverwaltung Herrenchiemsee erkundeten wir das Schloss von Ludwig II. – dem sogenannten Märchenkönig, der das Gebäude ab 1878 nach dem Vorbild des Schlosses Versailles erbauen ließ.

Besonders beeindruckend empfanden die Schülerinnen und Schüler das große Prunkschlafzimmer, welches das Zentrum des Schlosses darstellt und damit in seiner Lage dem berühmten Schlafzimmer des Sonnenkönigs in Versailles entspricht, es aber hinsichtlich Größe und Ausstattung übertrifft.

Ein weiterer Höhepunkt stellte für die Schülerinnen und Schüler der Spiegelsaal dar, der mit einer Länge von 75 Metern, einer Raumhöhe von fast 13 Metern sowie seiner prunkvollen Gestaltung überzeugt.

Nach der Schlossführung besichtigten wir dann das König Ludwig II.- Museum und genossen die noch zur Verfügung stehende Zeit im Schlosspark.

Die Exkursion vermittelte den Jugendlichen einen unvergesslichen Einblick in das barocke Zeitalter, welches in der 8. Jahrgangsstufe sehr ausführlich im Geschichtsunterricht behandelt wird.

K. Silbereisen

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Geschichtsunterricht mal anders

Geschichtsunterricht mal anders

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Gleichsam als Geschichtsforscher durften sich die Schülerinnen und Schüler der 9.Klassen im Rahmen des Projekts „Museum im Koffer“ betätigen. Viele Originalgegenstände aus der Zeit des Ersten Weltkriegs boten hierzu Gelegenheit. So wurden z.B. ein Gewehr mit Bajonett und eine Granathülse, aber auch Bilder, ein Flachmann, ein Helm, eine Gasmaske auf ihre Aussagekraft untersucht. Die Schülerinnen und Schüler fanden schnell heraus, was die Gegenstände uns  über die damalige Zeit sagen können.
Unterstützt wurden sie dabei vom Leiter des Stadtmuseums Abensberg, Herrn Dr. Hammerl, der auch die Gegenstände mitbrachte. Er führte die Schülerinnen und Schüler bei Bedarf auf die richtige Fährte. Viele Gegenstände waren nicht die klassischen militärischen Dinge, sondern alltägliche Sachen wie z.B. Aschenbecher, Pfeife, Bierkrug oder Schnapsglas. Ebenso waren Urkunden und Orden dabei.  Auch daraus ließen sich Rückschlüsse ziehen, nämlich, dass es teilweise langweilig war an der Front in den Schützengräben und Unterständen, und deshalb das Rauchen als Zeitvertreib diente. Ein gerahmtes Bild eines Soldaten war auch darunter. Daraus ließ sich herauslesen, dass die Menschen, vor allem aber die Soldaten nicht einsahen, dass der Krieg verloren war, weil die Politiker und nicht die militärisch Verantwortlichen den Krieg beendeten. So entstand die unsägliche „Dolchstoßlegende“, die behauptet, dass das deutsche Heer im Feld unbesiegt war und aus der Heimat (gemeint sind die Politiker) von hinten gleichsam erdolcht wurde, indem sie einen Waffenstillstandsvertrag mit den Alliierten schlossen. Diese Geschichte hielt sich hartnäckig bis in die Nazizeit hinein.

Museum im Koffer

Museum im Koffer

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Ende Januar kam Herr Dr. Tobias Hammerl aus dem Stadtmuseum Abensberg zu uns an die Stefan-Krumenauer-Realschule, um mit uns zusammen im Rahmen des Projekts „Museum im Koffer“ Gegenstände aus dem Ersten Weltkrieg zu analysieren und weiterführende Informationen darüber zu bekommen.. Als Erstes hat er uns die Vorgehensweise von Geschichtsforschern anhand eines Vergleiches mit einem Tatort erklärt. Danach erhielt jede der sechs gebildeten Gruppen eine Kiste mit verschiedenen Kriegsgegenständen aus der Zeit des Ersten Weltkriegs. Die erste Gruppe bekam ein Bild, einen Aschenbecher und einen Flachmann, in dem alkoholische Getränke eingefüllt wurden. Auf dem Bild waren Soldaten abgebildet, die feiern, kämpfen, üben oder sich verabschieden. Der Aschenbecher trug das Porträt Kaiser Wilhelms II.. In der zweiten Gruppe beschäftigte man sich mit alten Granathülsen und Granatsplittern, die den Soldaten im Krieg um die Ohren flogen. In der nächsten Gruppe sah man ein Gewehr und eine Art Schwert, das Bajonett, das man vorne am Gewehr befestigen konnte. Die vierte Gruppe hatte eine Art Schlagringmesser in ihrem Koffer, welches die Soldaten selbst gebaut hatten, da man sich mit dem Gewehr in den Schützengräben nicht so gut wehren konnte. Außerdem hatte diese Gruppe noch eine Pfeife, die die Soldaten zum Rauchen benutzten. Rauchen sollte während des Krieges auch die Langeweile vertreiben, die zwischen Gefechten oft vorhanden war. In der fünften Gruppe ging es um die Kopfbedeckungen der verschiedenen Länder im Krieg. Die meisten Helme waren aber nicht wirklich ein Schutz vor Kugeln und Granathülsensplitter, sondern dienten eher der Tarnung im Stellungskrieg. In der Kiste der letzten Gruppe befanden sich eine Urkunde, einige Orden und ein Schnapsglas, welches aus einer alten Patronenhülse gefertigt war. Die Urkunde stammte von einem überlebenden Soldaten. Auf dieser Urkunde stand, ab wann und wo er eingesetzt worden war. Außerdem bekamen die Soldaten Kriegsorden verliehen.

Die Schüler fanden das Projekt sehr interessant, weil es an das im Geschichtsunterricht Gelernte anknüpfte und das Kriegsgeschehen durch die Sachquellen noch besser vor Augen geführt wurde. Alle Schüler waren sich einig, dass man diese Art von Wissensvermittlung an der Stefan-Krumenauer-Realschule wiederholen sollte, da sich die Schüler untereinander intensiv austauschen können und darüber hinaus eine Person mit fundierter Fachkenntnis unterstützend zur Seite steht, die wissenswerte Informationen liefert.

Besuch des Niederbayerischen Archäologiemuseums Landau a. d. Isar

Besuch des Niederbayerischen Archäologiemuseums

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Auch in diesem Schuljahr besuchten die 6. Klassen im Rahmen des Geschichtsunterrichts das Niederbayerische Archäologiemuseum in Landau a. d. Isar, welches die Kulturgeschichte des Menschen in Niederbayern von der Altsteinzeit bis hin zum frühen Mittelalter vermittelt.

Die Schülerinnen und Schüler erhielten zunächst einen Einblick in die Welt der Archäologie und anschließend eine Führung durch die Dauerausstellung zu den Themenschwerpunkten Steinzeit und Kelten, welche der 6. Jahrgangsstufe angepasst und mit den aktuellen Lehrplaninhalten verknüpft ist. Interessante Funde wie beispielsweise steinzeitliche Arbeitsgeräte, der Nachbau eines über 5500 Jahre alten Hauses oder aber auch Schmuck aus Knochen und Muscheln veranschaulichte den Jugendlichen das Leben unserer Vorfahren eindrucksvoll.

Nach einer kurzen Pause bekamen die Schülerinnen und Schüler dann schließlich die Möglichkeit, in einem Raum für experimentelle Archäologie verschiedene Techniken der Vorzeit selbst auszuprobieren: Getreide mithilfe von Steinen mahlen, mit Pfeil und Bogen schießen, mit einem Steinzeitbohrer Löcher zu bohren, ein Stück Stoff zu weben und sogar selbst Feuer machen. Nachfolgende Bilder lassen erkennen, dass dadurch bei den Schülerinnen und Schülern das Interesse für die Vergangenheit zusätzlich intensiviert werden konnte.

Kathrin Silbereisen