Archiv der Kategorie: Berufsorientierung

Schulsanitäter besuchen die Notaufnahme

Schulsanitäter besuchen die Notaufnahme 

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Am Freitag, den 27.September durften 15 Schulsanitäter die Notaufnahme des KKH Eggenfelden besuchen. Der kommissarische Leiter des Notaufnahmezentrums Dr. Kronawitter und Schwester Sandra gaben ihnen Einblick in die Arbeitsabläufe der Notaufnahme, erläuterten die Versorgung von Schwerverletzten im Schockraum und demonstrierten anschaulich die Funktionsweise des Herzdruckmassagegerätes, genannt Lukas. Im Gipsraum konnten die Schulsanis am eigenen Leibe verspüren, wie ein Armbruch eingerichtet wird, und auch die fachgerechte Erstversorgung einer Sprunggelenksverletzung mit der Sam Splint Schiene, zeigte Dr. Kronawitter unseren Ersthelfern. Am Ende dieses eindrucksvollen und interessanten Nachmittages brachte Schwester Sandra unseren Schülern noch den Beruf des Gesundheits-und Krankenpflegers, als Perspektive für deren berufliche Zukunft näher.

Elke Christian

2019 Betriebserkundung bei STELA

Betriebserkundigung bei einem „global player“ aus unserem Landkreis 

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Ein seit – wenn man auf die Ursprünge zurückgeht – bald 100 Jahre existierendes und ständig expandierendes Unternehmen in Massing kennen zu lernen und im Rahmen einer Betriebserkundung vor Ort zu besichtigen, das war das Ziel der sehr interessanten Exkursion zu „STELA drying technology“, die am 11. Juli durchgeführt wurde.

35 Schülerinnen und Schüler der Klassen 7D und 8D aus der kaufmännischen Wahlpflichtfächergruppe hatten bereits im Vorfeld Fragen vorbereitet, die 13- oder 14-Jährigen angesichts einer solchen Praxisbegehung halt so durch den Kopf gehen. Z.B.

  • Welche Produkte stellt das Unternehmen her?
  • Aus welchen Werkstoffen wird das Produkt gefertigt? 
  • Wird auf Bestellung gearbeitet oder gibt es eine Art Katalog mit bestimmten Modellen?
  • Was wird mit den hergestellten Anlagen getrocknet?
  • In welchem Umkreis von der Produktionsstätte aus werden die Trocknungsanlagen eingesetzt?
  • Wie viele Mitarbeiter hat das Unternehmen?

Diese und viele weitere Fragen wurden bei der Betriebserkundung beantwortet und dazu ein modernes Werk präsentiert, das nun in dritter Generation mit der Familie Thomas Laxhuber und – wie es auf der Homepage des Unternehmens heißt – mit Unterstützung einer kreativen und engagierten Belegschaft zu den führenden Trocknungsanlagenherstellern der Welt gehört.

Aus kleinsten Anfängen wurde zunächst ein nationales, dann ein europaweit agierendes und mittlerweile ein weltweit operierendes Unternehmen.

Der Firmenname ist die Abkürzung des Firmengründernamens STEfan LAxhuber, dessen vor wenigen Jahren verstorbener Sohn ebenso hieß! Mittlerweile führt der Enkel des Gründers, Thomas Laxhuber mit seiner Ehefrau Iryna, die Firma.

Bei der Weihnachtsfeier 2016 würdigte der Geschäftsführer den Einsatz der Belegschaft mit folgenden Worten: „Dass STELA im Laufe der vergangenen 90 Jahre stetig gewachsen ist, ist zu einem erheblichen Teil den Mitarbeitern zu verdanken. Das alles schaffen wir nur gemeinsam. …. Wir sind STELA! Jeder einzelne Mitarbeiter gibt zu jeder Zeit sein Bestes, für die Firma, für die Kollegen – für die sichere Zukunft“.

2018 wurde STELA als TOP-Unternehmen Niederbayerns bereits zum zweiten Mal ausgezeichnet. Besondere Verdienste erwirbt sich die STELA Laxhuber GmbH durch ihre Anstrengungen im Bereich der Ausbildung junger Leute.

STELA blieb in all den Jahren dem Kerngeschäft, der Trocknung diverser Materialien, treu und entwickelte sich mit seinen Kompetenzen und seinem Know-How ständig weiter. STELA-Anlagen sind überall auf der Welt im Einsatz von Chile über Kanada, Lettland, Russland bis ins 18.000 km entfernte Neuseeland (um nur einige von vielen Einsatzorten zu nennen).

Wir danken der Firma STELA drying technology in Massing für einen höchst informativen, sehr interessant gestalteten Schulvormittag, bei dem sich möglicherweise bereits der eine oder andere Berufswunsch langsam anbahnen konnte. 

Übrigens:

Einmal im Jahr können interessierte junge Leute bei einem eigenen Berufsinformationstag zehn verschiedene Ausbildungsberufe kennenlernen, in diesem Jahr findet dieser Tag am Donnerstag, dem 31.10.2019 statt. Ferner kann man sich über ein eigens erstelltes AZUBI-Heft „schlau“ machen. 

Berti Prams-Kirchstetter

Kniggekurs 2019

 Qualifizierung unserer Schülerinnen und Schüler für Schule und Freizeit sowie künftiges Berufsleben

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Knigge 2019 – ein lohnendes Thema für junge Leute heute? 

Sich an drei Nachmittagen im Frühjahr freiwillig bis nach 16:00 Uhr zu einem Benimmkurs treffen, bringt’s das? 

Die Erziehungsberechtigten von rund 80 Schülerinnen und Schüler unserer achten Klassen waren der Meinung, dass dieses kostenpflichtige Angebot für ihren Nachwuchs durchaus Sinn macht und Vorteile bringt! Schließlich geht es u.a. bereits beim Schnupperpraktikum, bei einem freiwilligen Praktikum in der neunten Klasse oder beim sog. Probearbeiten darum, einen möglichst positiven Eindruck bei einem eventuellen späteren Ausbildungsbetrieb zu hinterlassen. 

„Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance“! Stimmt das wirklich? Vermutlich liegt es in der Natur des Menschen, dass wir mit dem ersten Blick unbewusst schnell ein Urteil fällen, ob wir den anderen „als gut oder schlecht“, „als sympathisch oder unsympathisch“, „als Freund oder Feind“ empfinden. Da der möglicherweise falsche Eindruck gar nicht so leicht zu korrigieren ist, sollte jeder Mensch wissen, worauf es ankommt. 

Lächeln, Blickkontakt, Händedruck, Duft, äußere Erscheinung, Stimme, Wortwahl, das alles nimmt unser Gegenüber blitzschnell wahr!

Frau Dr. Cornelia Lieb, Unternehmensberaterin und Knigge-Coach aus Arnstorf hat die schulischen Kniggekurse im Landkreis Rottal-Inn vor mehr als zehn Jahren an unserer Stefan-Krumenauer-Realschule begonnen. Seither wird sie von immer mehr Schulen im Umkreis von bis zu 100 km für diese Qualifizierungsmaßnahme gebucht. Sie coacht die jungen Leute vor allem in den Bereichen „zielgerichtetes, informatives Telefonieren“, „richtiges Grüßen“, „Du oder Sie – wann passt welche Anrede“, „vorteilhaftes Auftreten beim Vorstellungsgespräch“, „richtiger Umgang mit dem Handy“, „gute Tischmanieren“ etc.  Gemeinsame Mahlzeiten mit Eltern am Tisch, die bestimmte Manieren verlangen, sind heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr! Es machte Spaß mit Gleichaltrigen im schön gestalteten Essraum der Realschule an einem aufwändig gedeckten Tisch zu speisen!

Zu guter Letzt bewiesen alle bei einer kleinen „Abschlussprüfung“, was sie in punkto Etikette in Alltag, Freizeit und Beruf jetzt wissen. Das erworbene Zertifikat kann einer Bewerbung beigelegt zeigen, dass die junge Frau bzw. der junge Mann die Grundregeln des Umgangs mit Menschen beherrscht.

An der Realschule Eggenfelden ist der Kniggekurs ein Baustein, der zur beruflichen Orientierung zählt. 

Und nebenbei macht es natürlich Spaß, wenn der ganze Jahrgang durchgemischt außerhalb des Unterrichts übt, wie „mann“ oder „frau“ sich in verschiedenen Situationen korrekt und gut benimmt.

Der Name „Kniggekurs“ leitet sich übrigens von Freiherr Adolph Franz Friedrich Ludwig Knigge ab, der vor mehr als 200 Jahren eine Aufklärungsschrift für Taktgefühl und Höflichkeit verfasste, die im Umgang mit anderen Generationen und Berufen Enttäuschungen ersparen sollte.

Das bringt’s doch, oder? – Womit die obige Frage grundsätzlich beantwortet wäre!

Berti Prams-Kirchstetter

Boys’ Day 2019

Der Boys’Day am 28.03.2019 aus der Sicht von Kilian aus der Klasse 7d  

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Als ich von der Möglichkeit hörte, dass man Ende März am Boys’Day teilnehmen kann, war mir sofort klar: Ich bin dabei!

Mein Interesse am Menschen zu arbeiten, steht für mich schon länger fest: Daher habe ich mich für diesen Aktionstag gleich beim Krankenhaus Eggenfelden angemeldet. 

Als ich am Donnerstag, den 28.03.2019 dort ankam, empfing mich schon der Pflegepädagoge und Leiter Enrico Kollatz.

Als alle Angemeldeten da waren, erfuhren wir den Tagesablauf eines Krankenpflegers. Ich empfand es als besonders interessant, als uns Herr Kollatz erzählte, weshalb er diese Laufbahn eingeschlagen hat. Zu seiner Zeit gab es nämlich noch den Pflichtmilitärdienst, den man durch den Zivildienst ersetzen konnte. So kam er damals als sog. „Zivi“ ans Krankenhaus Eggenfelden. 

Anschließend zeigte man uns einen Film über den Arbeitsalltag eines Krankenpflegers in Hamburg. Als dort ein abgeschnittener Finger mit starkem Blutverlust zu sehen war, mussten viele von uns ihre Augen abwenden. Mir dagegen machte das wenig aus!

Schließlich ging es zur Besichtigung der Intensivstation. Der Intensivpfleger Peter erklärte vieles zu den Geräten und Abläufen. Als ein Patient gebracht wurde, mussten wir den Bereich natürlich verlassen.

In der Notaufnahme erfuhren wir, dass hier Patienten als erstes aufgenommen und versorgt werden. Pfleger Tom legte Alexander und mir eine Halskrause an.

Am Schluss erhielten wir Informationen zu den Ausbildungsberufen im Gesundheitswesen und eine kleine Brotzeit.

Mit dem Titel „Pflege ist auch Männersache“ wurde uns über die Teilnahme an diesem besonderen Tag ein Zertifikat überreicht. 

Girls’ Day 2019

 Girls Day am 28.03.2019

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In diesem Schuljahr fand der Girls’Day bereits Ende März statt, auch für das kommende Schuljahr ist dieser normalerweise für Ende April terminierte Aktionstag bereits für den letzten Donnerstag im März festgelegt. Nachfolgend einige Eindrücke aus Eggenfeldener Unternehmen von Schülerinnen der Klasse 7d

Anna:            
Ich war beim Sanitätshaus Göldner in Eggenfelden und durfte dort den Beruf des Orthopädietechnikers kennenlernen. In diesem Beruf fertigt man für Patienten orthopädische Hilfsmittel an. Die Auszubildende Tina zeigte mir das Betriebsgelände und die Werkstatt. Dort verbrachte ich den größten Teil des Tages. Zunächst erledigten wir Computerarbeit, anschließend begannen wir damit Schuhsohlen für Kunden anzufertigen, was sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.     Für mich war es ein sehr aufschlussreicher und interessanter Tag. Ich könnte mir durchaus vorstellen, diesen Beruf zu erlernen.

Franziska:           

Ich hatte mich entschieden, den Girls’Day bei der Firma ACS Control System in Eggenfelden zu verbringen. Dort wurde ich sehr freundlich empfangen und durfte auch sofort mit der Arbeit beginnen. Zuerst ließ man mich beim Löten mein Können zeigen, was schon ziemlich gut gelang. Danach durfte ich sogenannte Platinen, welche die Firma selbst herstellt, in Gehäuse einbauen und anschließend mit Kabeln verbinden. Nach der Mittagspause wurde mir der ganze Betrieb und die Maschinen gezeigt, dabei wurden mir auch einige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vorgestellt. Anschließend durfte ich noch eine LED-beleuchtete Zahlenanzeige auf einer Platine festlöten, was ziemlich aufwändig war. Um 16:00 Uhr ging dann mein „Arbeitstag“, der mir sehr viel Spaß bereitet hatte, schon zu Ende. Ich könnte mir gut vorstellen, später bei der Firma ACS Control System zu arbeiten. 

Paula. Luisa und Anna:    

Wir hatten uns für den Girls’Day beim Beratungs- und Planungsbüro COPLAN AG in Eggenfelden angemeldet. Dort wurden die zahlreichen Teilnehmerinnen in fünf kleinere Gruppen aufgeteilt. Zunächst sammelten wir bei einer 90-minütigen Führung durch das Unternehmen erste Eindrücke. Wir sahen dabei, womit die Mitarbeiter (vor allem an den PCs) vorwiegend beschäftigt sind. Dass in diesem technischen Bereich überwiegend Männer arbeiten, ist wie wir anhand der Belegschaft sahen, kein Klischee, sondern durchaus Wirklichkeit. Sehr interessant fanden wir auch, dass viele Aufträge aus dem Ausland kommen und dass man sich daher gut in englischer Sprache ausdrücken können muss. Wir erfuhren, an welchen der umliegenden Berufsschulen man die verschiedenen theoretischen Inhalte vom Bauzeichner bis zum Marketingexperten erlernen kann. Sollte man später einen dieser Berufe erlernen wollen, ist es sehr ratsam, sich etwa ein Jahr davor zu bewerben. Mit einem Realschulabschluss in der Tasche ist es sogar möglich, dass die Ausbildungszeit verkürzt wird. Dass die Firma COPLAN derzeit an den Planungen einer Schule in Augsburg arbeitet, durften wir anhand eines Computerprogramms sehen und dazu Fragen stellen. Nach einer kurzen Pause sollten wir in unseren Gruppen folgenden Arbeitsauftrag ausführen: Zeichnet den Grundriss bzw. den Bauplan Eures Traumhauses! Nach etwa 90 Minuten durften wir uns gegenseitig unsere Ergebnisse präsentieren. Zum Abschluss dieses interessanten Tages erhielten wir alle ein Teilnehmerzertifikat sowie eine Tasche mit diversen Arbeitsmaterialien bestehend aus Schreibutensilien, Meterstab und Lineal.